Seien wir ehrlich, wie sich das wirklich anfühlt.
Du liegst nachts wach, atmest durch den Mund und denkst: „Ist das wirklich etwas, worüber ich mich beschweren sollte? Andere Frauen haben es so viel schlimmer.“
Du hast schon wegen des bloßen Gedankens an Linderung ein schlechtes Gewissen, weil man dir gesagt hat, dass die Einnahme von Medikamenten während der Schwangerschaft riskant ist.
Du bist erschöpft, aber du hast Angst, übertrieben zu wirken. Du fühlst dich unwohl, aber du hast Angst, undankbar zu wirken.
Also schweigst du. Du hältst einfach durch. Du sagst dir, dass es nur noch ein paar Monate sind.
Aber so sieht das tatsächlich aus:
👨👩👦👦 Du lässt gesellschaftliche Ereignisse aus, weil du zu müde bist und weißt, dass du genauso erschöpft aussiehst, wie du dich fühlst.
🪞 Du meidest Spiegel, weil dein Gesicht aufgedunsen ist und du dunkle Augenringe hast, die nicht verschwinden.
‼️ Du fährst deine Partnerin oder deinen Partner wegen Kleinigkeiten an, weil du seit Wochen keine anständige Nachtruhe hattest.
😰 Du fürchtest dich vor dem Zubettgehen, weil du weißt, was dich erwartet: stundenlanges Wälzen und Drehen, nach Luft schnappen und der Versuch, eine Position zu finden, in der du atmen kannst.
Und jedes Mal, wenn du es jemandem gegenüber erwähnst, hörst du dasselbe: „Das gehört eben zur Schwangerschaft.“
Aber Folgendes musst du hören: Der Wunsch nach Linderung macht dich nicht schwach. Er macht dich menschlich.
Du lässt einen Menschen heranwachsen. Du brauchst Ruhe. Du musst durchatmen. Du musst dich wie du selbst fühlen.
Und du solltest dich nicht zwischen Leiden und einem schlechten Gewissen wegen der Einnahme von Medikamenten entscheiden müssen.